Komm, Heiliger Geist!

 

Der Grund von allem, die Quelle, die die gemeinschaftliche Berufung ständig ernährt, ist die Erfahrung von Pfingsten, die Erfahrung der Ausgießung des Heiligen Geistes. Sie hat die Gemeinschaft ins Leben gerufen, sie lässt uns ihre spezifische Berufung in der Kirche erkennen und nährt sie unaufhörlich; ihr muss die Gemeinschaft zuerst treu bleiben.

 

 

So konnte es nicht anders sein, als dass unser 1. Ausbildungstreffen ganz dieser Erfahrung und Vertiefung des Heiligen Geistes gewidmet war. ER ist uns im Hören auf das Wort, in der Suche, Ihn tiefer zu begreifen, im Gebet und  im geschwisterlichen Miteinander auf  persönliche aber auch gemeinschaftliche Weise begegnet.

 

Nach einem Einstiegsimpuls, der uns helfen sollte, aus Quelle des Heiligen Geistes zu schöpfen, wurden die Teilnehmer nach den Themen, die sie persönlich am meisten beschäftigten, in Gruppen aufgeteilt. Im Folgenden haben einige Geschwister der Gemeinschaft, welche den Dienst als Gruppenbegleiter übernahmen, in Zusammenarbeit mit den ihnen Anvertrauten das jeweilige Thema vertieft.

 

So konnte jeder Einzelne seine Fragen und Themen herausarbeiten, welche er durch eigenes Studium bzw. verschiedenste andere Mittel in den kommenden Monaten bearbeiten möchte.

 

Am Samstagabend haben die Freunde des Lammes unseres Hauses in Maria Langegg ihr Engagement, dem Lamm zu folgen, wohin es sie führt, erneuert, und die lebendige Erfahrung des Heiligen Geistes hat uns mit neuer Kraft und Zuversicht erfüllt.

 

Möge der Geist Gottes uns durch diesen Weg des gemeinsamen Wachsens und Vorangehens tiefer in das Geheimnis unserer Erwählung hineinführen, damit wir immer freudiger ein Zeugnis seiner Liebe und seines Erbarmens für die Menschen sein können. 

 

 

 

 

Ein Zeugnis von Veronika:

 

So ist es, wenn der Vater einen aufnimmt   

 

Auf dem Boden kniend, lasse ich die Worte der Liturgie in mein Herz sinken. Mein Mann steht neben mir, als unser 4jähriger Sohn von vorn zu uns nach hinten kommt.

Weil mein Blick auf den Boden gerichtet ist, sehe ich nur seine Füße- der Schritt halb schleppend, halb ziehend – die Müdigkeit signalisieren: Taap-Taap-Taap-Taap-Taa ! Der letzte Schritt trifft den Boden nicht mehr, wird wie in die Luft gesetzt und beide Füße werden nach oben aus meinem Gesichtsfeld gehoben.

Der Papa hat den Kleinen in seine Arme genommen...

 

Da steigen mir die Freudentränen hoch: Ja, so will mein Himmlischer Vater mich aufnehmen: „Jetzt und in der Stunde unseres Todes“. Ja, so will ich aufgenommen werden - umarmt, Wange an Wange, selbstverständlich und ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, ob ich zu schwer oder Seine Arme nicht sicher für mich ausgebreitet sein könnten, denn GOTT TUT SEIN WERK!

 

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