Im Herzen dieser Tage stand das Christkönigsfest. Jesus, ein König, dessen Herrschaft nicht eine Herrschaft der Macht sondern der Liebe und des Dienens ist.

 

Wie die Erwachsenen, so haben auch die Kinder voller Eifer das Thema bearbeitet. Die Person des Heiligen Franziskus, der als ein „zweiter Christus“ bezeichnet wird, hat den Kindern geholfen, die Schönheit, die in der wahren Armut sichtbar wird, zu entdecken.

 

Besonders berührt hat uns die Begegnung von Franziskus mit dem Aussätzigen.

 

Lassen auch wir uns von diesem Geheimnis berühren:

 

Aus der Begegnung mit dem Aussätzigen, dem Armen schlechthin, geht Franziskus als neuer Mensch hervor.

Auf seinem Seelengrunde ist er geheilt von seinem Ehrgeiz, von seiner Sucht nach Anerkennung, seiner Angst um sich selbst und seiner Berührungsangst gegenüber dem Ausgesetzten. Er gewinnt eine neue Identität.

 

Offenbar erlebt er die gleiche innere Genugtuung und den Wohlgeschmack des Seelenfriedens, die er in der Umarmung mit dem Aussätzigen kennengelernt hatte, auch im Gebet.

Immer wieder zieht er sich in die Einsamkeit zurück auf der Suche nach der Nähe Gottes, deren Süßigkeit ihm schon vertraut ist, weil er sie schon verkostet hat.

 

Im Kranken, im Armen, ist der leidende Christus gegenwärtig. Die Begegnung mit dem Aussätzigen findet ihre Fortsetzung im Gebet.

Das Gebet seinerseits führt zurück und drängt zur Umarmung der notleidenden Kreatur. Die Identifikation mit dem Armen, das Mindersein, wird für Franziskus und seine Brüder und Schwestern zur Lebensform.

 

 

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