Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen. Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt. Selig seid ihr, wenn ihr das wisst und danach handelt. (Joh13,14ff)

 

Ich möchte klein werden und meinen Willen hinten anstellen. Niemand, mein Jesus, hätte Dir gegenüber das Recht, und dennoch hast Du gehorcht - nicht nur Deiner Mutter und dem Hl. Josef, sondern auch Deinen Henkern.

Jetzt sehe ich Dich in der Hostie, dem Gipfel Deiner Erniedrigung...O mein Geliebter, demütig und gütig von Herzen, um mich die Demut zu lehren, konntest Du Dich nicht noch kleiner machen. So möchte auch ich auf Deine Liebe antworten und wünschen, immer den letzten Platz zu haben. (Hl. Thérèse von Lisieux)

Komm, Heiliger Geist!

Komm, Liebesfeuer!

Komm, Vater der Armen,

verliebt in meine Wunden.

Hl.Thérèse v.K.J.

 

Komm herab, o Heil´ger Geist, der die finstre Nacht zerreißt, strahle Licht in diese Welt.

 

Komm, der alle Armen liebt, komm, der gute Gaben gibt, komm, der jedes Herz erhellt.

 

Höchster Tröster in der Zeit, Gast, der Herz und Sinn erfreut, köstlich Labsal in der Not,

 

In der Unrast schenkst du Ruh, hauchst in Hitze Kühlung zu, spendest Trost in Leid und Tod.

 

Komm, o du glückselig Licht, fülle Herz und Angesicht, dring bis auf der Seele Grund.

 

Ohne dein lebendig Wehn kann im Menschen nichts bestehn, kann nichts heil sein noch gesund.

 

Was befleckt ist, wasche rein, Dürrem gieße Leben ein, heile du, wo Krankheit quält.

 

Wärme du, was kalt und hart, löse, was in sich erstarrt, lenke, was den Weg verfehlt.

 

Gib dem Volk, das dir vertraut, das auf deine Hilfe baut, deine Gaben zum Geleit.

 

Lass es in der Zeit bestehn, deines Heils Vollendung sehn und der Freuden Ewigkeit.

    

 

Selig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden 

Hl. Klara von Assisi

Klara befindet sich in Not Es ist körperliche Not, weil sie wegen ihrer schweren Krankheit nicht mehr vom Bett aufstehen kann, um wenigstens in der Kapelle die Christmette mitzufeiem. Noch unerträglicher ist ihr aber die seelische Not: Die Mitschwestern gehen zur Mette und lassen sie allein.

Es war nicht Unaufmerksamkeit der Mitschwestern, und die Zeit des Alleingelassenseins war auch nicht sehr lange. Aber manche Stunden dauern eine Ewigkeit und die darin erlebte Einsamkeit und Verlassenheit geht bis an das Mark der Seele. Abgründige Traurigkeit droht einen zu verschlingen: "O Herr und Gott, sieh, wie man mich an diesem Ort bei Dir alleingelassen hat!"

Opens internal link in current windowweiter

Fast erinnert uns der Klageruf der sonst so heldenhaften und heiteren Klara an den Schrei Jesu in Seiner verlassensten Stunde: "Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?" Eigenartig, wie da Bethlehem und Golgotha zusammenrücken.

 

Aber ganz so verlassen wie Jesus am Kreuz war Klara in jener Christnacht doch wieder nicht. Erst beim mehrfachen Hinschauen wird klar: "O Herr; sieh, wie man mich an diesem Ort bei dir allein gelassen hat!" Es ist ein Alleingelassensein bei dir; bei Jesus. Der Schmerz ist derselbe wie bei jeder vollkommenen Einsamkeit. Aber der Sinn ist ein neuer und ganz anderer. Das Loch der Einsamkeit Klaras ist gefüllt mit diesem Sinn. Und der Sinn, der ihre Einsamkeit füllt, lautet: bei Dir.

 

Klara soll jetzt Jesus trösten, obwohl sie doch eher selbst getröstet werden möchte.
Jesus ist so arm geworden, dass Er sich von der armen, verzweifelten Klara trösten und beschenken lässt. Er ist so einsam, dass Ihm ihre Einsamkeit in ihrem Herzen Heimat gibt und sie selbst dadurch zu "einer Gehilfin Gottes selbst und zu einer Stütze der zerbrechlichen Glieder Seines unaussprechlichen Leibes" wird.

 

 

Selig, die arm sind vor Gott, denn ihnen gehört das Himmelreich.

 

Hl. Franziskus

 

Franziskus predigt die Armut und lebt sie.

Die tiefere Begründung für seine Armut liegt in seinen Begegnungen mit Jesus in der Gestalt des Aussätzigen, des armen Krippenkindes in Greccio und des Kreuzbildes in San Damiano.

 

Die Legende sagt, "dass er Christus den Gekreuzigten, der zu ihm gesprochen, wahrhaft in seinem Herzen fühlte"

Opens internal link in current windowweiter

Armut ist für Franziskus eine Form der Liebe zu Jesus, die die Liebe zu den Armen einschließt und noch übersteigt. Jesus ist für Franziskus der tiefste und unwandelbare Grund, weil er in seinem Leben, Sterben und Auferstehen geliebt hat bis zum äußersten.

 

Ihn liebt der arme Franziskus als Haupt und in seinen Gliedern. Franziskus will Anteil haben an dem Grundgeheimnis seiner Existenz: seiner Entäußerung bis ans Kreuz und auch an seiner Erhöhung. Es gilt "sich nackt in die Arme des Gekreuzigten zu werfen" Für Franziskus bedeutet arm sein also mehr als materielle Armut. "Arm sein, das heißt im letzten für ihn leer sein, ausgeräumt sein im Sinne der Entäußerung, des Ausgeräumtseins von allem, was nicht Gott ist und nichts mit Gott zu tun hat.

 Arm sein bedeutet also frei sein für Gott.

 

 

Selig, die keine Gewalt anwenden, denn sie werden das Land erben.

 

Hl. Thérèse vom Kinde Jesu

Ich begriff, dass die Liebe alle Berufungen in sich schließt, dass die Liebe alles ist, dass sie alle Zeiten und Orte umspannt … mit einem Wort, dass sie ewig ist! Endlich habe ich meine Berufung gefunden, meine Berufung ist die Liebe!

 

Opens internal link in current windowweiter

Der geistliche Weg der kleinen Thérèse ist der Weg der geistlichen Kindschaft, er wird auch "der kleine Weg" genannt.

 "Klein" nennt man diesen Weg, weil er zum einen nichts "Außergewöhnliches" fordert und daher von jedem Menschen gegangen werden kann.

Zum anderen, weil der Mensch eingeladen ist, seine eigene Armut und Kleinheit bewusst zu bejahen, um von Gott die wahre Größe zu erlangen, die er denen verleiht, die sich von ihm abhängig machen.

Es ist ein Weg des Vertrauens und der Hingabe an den Willen des Vaters, der den ganzen Menschen fordert und in den Dienst nimmt.

 

Jesus gefällt es, mir den einzigen Weg zu zeigen, der zu diesem göttlichen Glutofen führt, dieser Weg ist die Hingabe eines kleinen Kindes, das angstlos in den Armen seines Vaters einschläft …

 

 

Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden

 

Maria Faustyna  Kowalska

 

Die göttliche Barmherzigkeit ist größer als die menschliche Erbärmlichkeit. Je armseliger der sündige Mensch, desto mehr ist die Güte Gottes geneigt, ihm Barmherzigkeit zu erweisen.

 

Nach außen verriet nichts Faustynas äußerst reiches mystisches Leben. Voller Hingabe verrichtete sie alle Arbeiten und hielt treu die Ordensregeln ein, sie war gesammelt und schweigsam, dabei natürlich, voller wohlwollender und selbstloser Liebe.

Opens internal link in current windowweiter

Ihr Leben, das dem Anschein nach gewöhnlich, eintönig und grau war, barg eine ungewöhnliche Tiefe der Vereinigung mit Gott in sich.

 

Das Fundament ihrer Spiritualität bildet das Geheimnis der Barmherzigkeit Gottes, das sie im Worte Gottes zu ergründen suchte und in das sie sich im Alltag ihres Lebens vertiefte.

 

Die Erkenntnis der Barmherzigkeit Gottes und die Vertiefung in sie entwickelten in ihr die Haltung eines kindlichen Vertrauens zu Gott und der Barmherzigkeit gegenüber den Nächsten.

 

O mein Jesus - schrieb sie - jeder Deiner Heiligen trägt eine Deiner Eigenschaften.

Ich will von Deinem gütigen Herzen geprägt sein und will es lobpreisen. Deine Barmherzigkeit, 0 Jesus, soll meinem Herzen und meiner Seele als Siegel aufgeprägt sein, als mein Zeichen in diesem und im künftigen Leben.

Opens internal link in current windowzurück

 

 

Selig, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott schauen.

 

Opens external link in new windowHl. Johannes-Maria Vianney

  

Meine Kinder, wir können den Einfluß, den eine reine Seele auf den lieben Gott hat, nicht begreifen: sie erhält alles, was sie will.

 

Eine reine Seele ist bei Gott wie ein Kind bei seiner Mutter. Es liebt und herzt sie, und die Mutter erwidert ihm seine Zärtlichkeiten.

Um die Reinheit zu bewahren, gibt es drei Dinge: die Gegenwart Gottes, das Gebet und die Sakramente.-

 

Die Reinheit ist ein Geschenk des Himmels. Man muß sie von Gott erbitten. Wenn wir darum bitten, werden wir sie erhalten.

Opens internal link in current windowweiter

 

...Es gibt nichts, was der Eucharistie an Größe gleichkäme!

Stellt alle guten Werke der Welt einer guten Kommunion gegenüber, das ist wie ein Staubkörnchen neben einem Gebirge.

Die Kommunion! ...Oh, welche Ehre erweist Gott seinem Geschöpf! Die Kommunion wirkt auf die Seele wie ein Windstoß in ein erlöschendes Feuer, in dem noch Glut vorhanden ist. Ein Windstoß, und das Feuer brennt wieder.

 

Man spürt es, wenn eine Seele das Sakrament der Eucharistie würdig empfangen hat. Sie ist so in Liebe versunken, von ihr durchdrungen und verändert, daß man sie in ihrem Handeln und in ihren Worten nicht wiedererkennt...

 

Sie ist demütig, liebenswürdig und bescheiden; sie ist in friedlichem Einklang mit der ganzen Welt. Sie ist eine zu den größten Opfern fähige Seele.

Hl. Jean-Marie Vianney

Opens internal link in current windowzurück

 

 

Maria Langegg Bad Driburg Nothgottes Uedem Medjugorje Familie d. Seligp.